Internat. Forschungsumfeld 

Das NFP 61 hat einen nationalen und internationalen Bezugsrahmen. Weltweit, insbesondere aber in Europa laufen zahlreiche der Thematik des NFP 61 verwandte Forschungsprojekte. Sie müssen bei der Konzeption der Projekte berücksichtigt werden, damit Doppelspurigkeiten vermieden und bereits existierende Erkenntnisse einbezogen werden können.

 

Wasserrelevante internationale Organisationen

Es gibt eine Vielzahl von Programmen und Projekten, die in spezieller Weise im Kontext des NFP 61 stehen (IHP, WWAP, IAHS, WMO, FAO, UNDP, IAEA, WORLD WATER FORUM). Viele davon orientieren sich am Ansatz des Integrierten Wasserressourcen-Managements und initiieren eine inter- und transdisziplinäre Forschung.

EU-Programme:
Im 6. und 7. Rahmenprogramm der EU bewegen sich einige Projekte/Ausschreibungen im weiteren Kontext des NFP 61.  
Der globale Wasserkreislauf, Wasserressourcen und Dürren
Die Forschung liegt schwerpunktmäßig auf den Wechselwirkungen zwischen dem globalen Wasserkreislauf und Umweltveränderungen, es ist die Anfälligkeit der globalen Wasserressourcen zu präzisieren.
 
Flussbecken-Partnerschaften zwischen europäischen Staaten und Drittländern
Integrierte Wasserressourcenbewirtschaftung anhand von Fallstudien, die im Rahmen von Einzugsgebiets-/Flussbecken–Partnerschaften in Europa, einschließlich der Konfliktlösung, durchgeführt werden.
 
Wasserszenarien für Europa und angrenzende Länder
Szenarien auf der Grundlage physikalischer und ökologischer Daten sowie fortschrittlicher Strategien auch für die Konzipierung politischer, demografischer, sozioökonomischer und technologischer Optionen.
 
Schätzung der Schwellenwerte für die Nachhaltigkeit und Externalitäten
Im Rahmen der Arbeiten sollen wissenschaftlich fundierte Schwellenwerte für Nachhaltigkeit und Points-of-no-return als ein Instrument zur Gewährleistung eines nachhaltigen Managements geschätzt und festgelegt und der Zustand der Umwelt beschrieben werden. Dies ermöglicht das Finden eines Ausgleichs zwischen der ökologischen, der sozialen und der wirtschaftlichen Dimension.

ACQWA Projekt:
Das ACQWA Projekt (Assessing Climate impacts on the Quantity and quality of Water)ist ein grossangelegtes, integrierendes Projekt der Universität Genf,
das die zukünftigen Wasserresourcen in gefährdeten Gebirgsgebieten untersucht. Das Projekt hat 35 Partner, ein Budget von 6.5 Millionen Euro und dauert von 2008 bis 2013.
http://www.acqwa.ch/


Flussgebietskommissionen:

Die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR)
ist eine Organisation, in der wissenschaftliche Institutionen der
Rheinanliegerstaaten gemeinsam hydrologische Grundlagen für die nachhaltige Entwicklung im Rheingebiet erarbeiten.
http://www.chr-khr.org

KHR-Projekt DEFLOOD: Entwicklung von Methoden  für die Analyse der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Hochwasserrückhaltung im Rheineinzugsgebiet als Beitrag zur Unterstützung des nachhaltigen Hochwassermanagements
http://www.chr-khr.org/index.php?page=algemeen&ln=de&size=normal

Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR): laufende Programme "Lachs 2020","Aktionsplan Hochwasser" und "Rhein 2020".
http://www.iksr.org
 
Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD)
http://www.icpdr.org
mit Sitz in Wien hat durchaus Bezug zum NFP61 im Hinblick auf River Basin
Management, Ökosysteme, Wassergüte, Wasserverunreinigung, Hochwasser und Trockenheiten sowie in Zusammenarbeit mit dem UNESCO IHP betreffend die Wasserbilanz des Donaugebietes und Aktivitäten betreffend Warnsysteme.
 
Die Wasserbilanz des Donaugebietes wurde in diesem Zusammenhang bzw. auch früher von einer Regionalen Arbeitsgruppe für die hydrologische Zusammenarbeit der Donauländer im Rahmen des IHP erstellt. Diese Arbeitsgruppe wird von den Nationalkomitees für das IHP beschickt, welches in Österreich bei der Akademie der Wissenschaften angesiedelt ist:
http://www.oeaw.ac.at
Projekte und Programme in Deutschland:
BMBF-GLOWA Programm: Globaler Wandel des Wasserkreislaufs
Übergeordnetes Ziel der Forschung zum globalen Wasserkreislauf unter Global Change Bedingungen ist die Entwicklung von Entscheidungsunterstützungssystemen (DSS), für ein nachhaltiges Management der Ressource Wasser.
http://www.glowa.org/index.php
 
BMBF-Förderprogramm KLIMZUG: Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten
Ziel ist es, die zu erwartenden Änderungen im Klima und seiner extremen Wetterausprägungen in regionale Planungs- und Entwicklungsprozesse zu integrieren. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen erhöht, die Entwicklung und Nutzung neuer Technologien, Verfahren und Strategien zur Anpassung an Klimawandel in Regionen vorangetrieben werden, sowie der nachhaltige Umgang mit Klima und Wetter auf verschiedenen Ebenen der Bildung, Information und Kommunikation und des Transfers vermittelt werden.
http://www.bmbf.de/foerderungen/7764.php
 
BMBF: Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)
Siehe hierzu auch Forschung im Bereich des Integrierten Wasserressourcenmanagements im Rahmen der europäischen ERA-Net "IWRM"-Förderinitiative:
 
DFG-Schwerpunktprogramm "The Impact of Climate Variability on Aquatic Ecosystems (AQUASHIFT)"
Untersuchung von Meeresökosysteme, Seen und Fließgewässer beziehungsweise Organismen. Anwendung existierender Ökosystemmodelle für die Prognose klimainduzierter Veränderungen abiotischer Bedingungen auf die Interaktionen innerhalb von Nahrungsnetzen.
 
Helmholtz-Association: Programme 4 "Terrestrial Environment – Strategies for a Sustainable Response to Climate and Global Change" (2009 - 2013)
Aims at safeguarding the natural basis of human life and health, while simultaneously shaping options for societal and economic development. Research will focus on (i) sustainable land use options, (ii) novel utilisation of plants and microbes for sustainable bio-production, (iii) the management of water resources systems, (iv) the safeguarding of aquifers for drinking water provision, (v) risk assessment and risk reduction for chemicals in the environment, and (vi) on the complementing establishment of joint technological and methodological platforms for the monitoring and integrated assessment of terrestrial systems. The Programme will develop management strategies for the sustainable use of natural resources that integrate strategies for an adaptation to Global Change
http://www.helmholtz.de/en/research/earth_and_environment/
http://www.tereno.net/
 
KLIWA-Programm:
Entwicklung von Anpassungskonzepten und Handlungsempfehlungen ausgehend von Klimaprognosen für Baden-Württemberg und Bayern,
insbesondere hinsichtlich der besonderen Risiken von Extremereignissen
 
Projekte und Programme in Österreich
Waterpool - Kompetenznetzwerk Wasserressourcen GmbH (Knet GmbH)
Waterpool führt wissenschaftliche und wasserwirtschaftliche Kompetenzen Österreichs und der Nachbarländer für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen zusammen. Für das NFP 61 ist insbesondere der thematische Schwerpunkt der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung in Gebirgsräumen und die enge Vernetzung der Forschung mit den Wirtschaftspartnern von besonderem Interesse.
http://www.waterpool.org/
 
Austria Research Centers GmbH
in Wien hat ein Geschäftsfeld Wasser und führt auch Aufträge der öffentlichen Stellen mit etwaigem Bezug zum NFP61 durch.
http://www.arcs.ac.at
 
Das alp-s Zentrum für Naturgefahren Management GmbH
mit Sitz in Innsbruck hat mit seinen Arbeitsbereichen (Datenbank und Modellierung; Gefahrenbewältigung, Schutzmassnahmen; Sozioökonomische Risikoanalyse) direkten Bezug zu den Problemstellungen des NFP.
http://www.alp-s.at
 
Die ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften
ist mit seinen zahlreichen Instituten das wichtigste Zentrum der außeruniversitären Forschung in Österreich. Das betrifft nicht nur den Fachbereich Umwelt mit dem Institut für Limnologie sondern vor allem im Rahmen der internationalen Programme das Österreichische Nationalkomitee für das IHP der UNESCO. Die wissenschaftlichen Projekte haben durchaus Bezug zum NFP.
http://www.oeaw.ac.at
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