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Methoden der inter- und transdisziplinären Wissensintegration im NFP 61 Syntheseprozess

 

Die Begleitforschung von Eawag/td-net untersuchte die Methoden der Wissensintegration in den vier Thematischen Synthesen.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Ziel dieser Begleitforschung ist es, Methoden der inter- und transdisziplinären Wissensintegration und deren Anwendung im NFP 61 Syntheseprozess zu untersuchen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Methoden, die im Rahmen der vier thematischen Synthesen eingesetzt werden. Dabei werden folgende Hauptziele verfolgt:

  • Erarbeitung einer Übersicht über die in den thematischen Synthesen eingesetzten Methoden der Wissensintegration
  • Der Gletscherrückgang hat nicht nur Auswirkungen auf die Erzeugung von Wasserkraft. Die Frage des Gletscherrückgangs wirft das grosse Thema der Verfügbarkeit von Wasser und Speicherkapazität für alle Nutzungsarten auf. Diese sollten deshalb ernst genommen werden und Gegenstand weiterer Untersuchungen sein: Landwirtschaft, Hochwasserschutz, Herstellung von Kunstschnee. Dies erinnert uns daran, dass es sich bei Wasser um eine Ressource handelt, die niemals nur eine Aktivität versorgt.
  • Analyse der Methoden und der damit gemachten Erfahrungen
  • Identifizierung von Chancen und Risiken der eingesetzten Methoden

Methoden

Für die Untersuchung der Methoden der inter- und transdisziplinären Wissensintegration werden qualitative Methoden der Sozialforschung herangezogen. Diese umfassen (a) die Analyse schriftlicher Unterlagen (Dokumentenanalyse), (b) die Durchführung semi-strukturierter Interviews (Befragung) und (c) die teilnehmende Beobachtung im Rahmen der thematischen Synthesen "Wasserressourcen und Infrastrukturen: Ver- und Entsorgung von Siedlungen".

Resultate

Als zentrale Empfehlung wurde die Erarbeitung einer Gesamtintegrationsstrategie zu Beginn eines Syntheseprozesses wie im NFP 61 abgeleitet. Eine solche Gesamtintegrationsstrategie sollte sich an den übergeordneten Zielen des Syntheseprozesses und den zu integrierenden Ergebnissen orientieren. Sie sollte auch a) die im Syntheseprozess involvierten Akteure identifizieren und deren Rollen klären, b) die verschiedenen Arbeitsschritte aufzeigen und c) die in den einzelnen Arbeitsschritten eingesetzten Integrationsmethoden und Verfahrenstypen definieren.

Für die Erarbeitung einer solchen Gesamtintegrationsstrategie und deren Anpassung an sich evtl. verändernde Ziele und/oder neu zu integrierende Ergebnisse im Laufe des Syntheseprozesses sollten künftige NFPs genug Raum, Zeit und finanzielle Mittel einplanen. Gleiches gilt für die regelmässige Reflexion des Prozesses im Sinne einer formativen Evaluation. Diese dient nicht nur der prozessbegleitenden Verbesserung des Syntheseprozesses, sondern auch des Generierung von Wissen mit formativem (gestaltenden) Potenzial für künftige Prozesse.

Bedeutung für Forschung und Praxis

Die Ergebnisse der NFP 61 Begleitforschung münden in einen wissenschaftlichen Artikel zum Thema Methoden der inter- und transdisziplinären Wissensintegration und deren Anwendung im NFP 61 Syntheseprozess. Die aufgearbeiteten Methoden werden zudem in die online-Methodensammlung des td-net zur Ko-Produktion von Wissen einfliessen.

Projektleitung

  • Prof. Janet Hering, Eawag Dübendorf
  • Dr. Christian Pohl, td-net/SCNAT
  • Dr. Sabine Hoffmann, Eawag Dübendorf

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Janet Hering Eawag Überlandstrasse 133
Postfach 611
8600 Dübendorf +41 58 765 50 01 janet.hering@eawag.ch