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Potenziale und Limitationen transdisziplinärer Wissensproduktion in Forschungsprojekten des NFP 61

 

Die Begleitforschung der Universität Bern untersuchte die transdisziplinären Ansätze in den 16 Projekten.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Welches sind die Stärken und Schwächen der 16 einzelnen Forschungsprojekte des NFP61 in Bezug auf den Umgang mit Transdisziplinarität? Die Aufarbeitung der Interaktionen von Forschenden mit den Zielgruppen soll darüber Aufschluss geben. Mit Hilfe eines Grund- und Vertiefungsmoduls werden die 16 Projekte untersucht. Wie haben sie die Prinzipien der Transdisziplinarität umgesetzt?

Die Ziele des Grundmoduls sind:

  1. Erarbeitung einer Übersicht über die Grundmerkmale transdisziplinärer Prozesse und Methoden in den einzelnen Projekten (Konzepte, Methoden, Forschungsdesigns und Prozessgestaltung, sowie der damit verbundenen Potenziale, Konflikte, Spannungen und Widersprüche)
  2. Entwicklung einer Typologie der Praxis der transdisziplinären Prozessgestaltung in den Projekten des NFP 61
  3. Bewertung der wichtigsten Grundmerkmale der Prozessgestaltung vor dem Hintergrund der Theorie sozialer Aushandlungs- und Lernprozesse im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung

Das Vertiefungsmodul untersucht vier bis fünf ausgewählte Projekte und hat folgendes Ziel:

Identifikation von fördernden und hindernden Faktoren und Bedingungen für die erfolgreiche Prozessgestaltung von Lern- und Aushandlungsprozessen in der transdisziplinären Koproduktion von Wissen für eine nachhaltigere Nutzung von Wasserressourcen.

Methoden

Die Untersuchung der transdisziplinären Prozessgestaltung in den Forschungsprojekten des NFP61 basiert auf qualitativen Methoden und der gezielten Aufarbeitung von relevanter wissenschaftlicher Literatur.

Resultate

In den 16 Forschungsprojekten kam eine grosse Vielfalt an Methoden zum Einsatz: Workshops um gemeinsame Visionen und Empfehlungen zu erarbeiten, Exkursionen in die Untersuchungsgebiete, persönliche Kontakte für Diskussionen und Verhandlungen sowie schriftliche Informationen und Rückmeldungen. Dabei hatten die Stakeholder unterschiedliche Rollen: Sie arbeiteten als Projektmitglieder, als Hauptakteure bei den Workshops, als Experten oder als Wissensempfänger.

Die Intensität der transdisziplinären Prozesse veränderte sich im Verlauf der Projekte. Sie reichte von reiner Information, über Konsultation bis zur intensiven Zusammenarbeit mit den Stakeholdern.

Es stellte sich schlussendlich die Frage, ob es Konstellationen gibt, welche bestimmte Designs und Methoden erfordern. So genügen Einzelkontakte und Fachpublikationen in einem Feld mit wenigen Akteuren, wenn es darum geht Systemwissen bereitzustellen und Zusammenhänge besser zu verstehen. Es ist hingegen ein intensiver Austausch notwendig, wenn es darum geht Handlungsempfehlungen und gesellschaftliche Debatten bei einem umstrittenen Thema mit vielen unterschiedlichen Akteuren anzuregen.

Bedeutung für Forschung und Praxis

Aufgrund dieser Analysen werden nun Empfehlungen für transdisziplinäre Projekte im Rahmen von Forschungsprogrammen, wie z.B. zukünftige NFP, ausgearbeitet.

Projektleitung

  • Prof. Stephan Rist, Universität Bern
  • Dr. Flurina Schneider, Universität Bern
  • Tobias Buser, Universität Bern

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Stephan Rist Centre for Development and Environment Geographisches Institut Universität Bern Hallerstrasse 10 3012 Bern +41 31 631 55 82 stephan.rist@cde.unibe.ch

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